Transportprobleme
-Verstopfung & Durchfall-

Wie funktioniert der Transport im Darm?

Normalerweise wird der Nahrungsbrei portionsweise durch eine wellenförmige Bewegung der Darmwand vorwärts geschoben.
Dafür sind jedoch mindestens drei Voraussetzungen wichtig: 

 

  • ein Dehnungsreiz auf die Darmwand triggert die Darmbewegung,
    z. B. durch ausreichendes Volumen von Ballaststoffen
  • eine gut gleitende Schleimschicht für die Darminnenseite
  • ein ausreichender Wassergehalt für einen geschmeidigen Stuhl

 

Tipp: quellstarke Arznei-Leinsamen oder Flohsamen erfüllen alle 3 Voraussetzungen

Chronische Verstopfung

Eine chronische Verstopfung liegt vor, wenn bereits seit einem Vierteljahr beim Toilettengang von den folgenden Symptomen mindestens 2 vorliegen:

  • starkes Pressen
  • klumpiger oder harter Stuhl
  • subjektiv unvollständige Entleerung
  • subjektive Wahrnehmung eines Darmhindernisses
  • manuelle Unterstützung bei der Stuhlentleerung oder
  • < 3 Stühle pro Woche.

 

(*nach S2k-Leitlinie Chronische Obstipation; Stand: 2013)

Durchschnittlich jede 6. Person leidet unter Verstopfung. Dabei ist die Häufigkeit bei Frauen höher als bei Männern und nimmt im Alter zu.

(Quelle: DGVS, 2013)

Mögliche Ursachen für eine Verstopfung

 

  • Eine der häufig genannten Ursachen ist eine zu geringe Aufnahme an quellfähigen Ballaststoffen und mangelndes Trinkvolumen.
  • Zudem ist die Aktivierung des Darmes durch einen aktiven Lebensstil oder moderaten Sport nicht zu unterschätzen.  
  • Ebenso wichtig ist es, den Stuhlgang nicht zu unterdrücken. Der Darm arbeitet gerne in seinem gewohnten Rhythmus.
    Wird dieser verändert, auch durch Reisen oder im Urlaub, benötigt er wieder eine Eingewöhnungszeit. 
  • Relativ häufig können aber auch Medikamente oder deren Nebenwirkungen sowie neurologische, hormonelle oder andere Erkrankungen zu einer Obstipation führen.

Hilfe durch quellfähige Linusit®-Samen
 

1. Die pur mit viel Wasser eingenommen Samen quellen stark auf. Das maximale Quellvolumen wird erst im Darm erreicht.

2. Durch diese Volumenzunahme wird ein Dehnungsreiz auf die Darmwand ausgeübt. Dies (re)aktiviert die wellenförmige Transportbewegung. 

3. Gleichzeitig wird der Darminhalt durch die Gelschicht der gequollenen Samen aufgeweicht und die Gleitfähigkeit erhöht. 

Die Verstopfung löst sich auf.

Wie werden Linusit® Leinsamen bei Verstopfung angewendet?

Was können Sie noch tun?

Regelmäßige Bewegung, ein ausreichendes Trinkvolumen von rund 1,5 Litern pro Tag, quellstoffstarke Ballaststoffe in der Ernährung und geregelte Stuhlgang-Gewohnheiten schätzt der Darm. Zudem ist es auch wichtig, Arzneimittel oder deren Nebenwirkungen sowie neurologische, hormonelle oder systemische Erkrankungen von Ihrem Arzt überprüfen zu lassen. 

Um die natürliche Stuhlentleerung zu unterstützen, ist eine Hockposition sehr zu empfehlen. Hierdurch kommt der Enddarm in eine entspannte Position. Bei der typischer Toilettenhaltung in nordeuropäischen Regionen hilft es, einen kleinen Hocker unter die Füße zu stellen. 

Spezial: auch bei Durchfall sinnvoll

Ein scheinbares Paradox. Aber die Arzneisamen nehmen bei der Behandlung von Durchfall viel Wasser beim Quellen auf – allerdings nun das überschüssige Wasser des Darms. Die Samen quellen auf und (re)aktivieren die rhythmische Darmbewegung durch ihren Dehnungsreiz. Der Stuhltransport erfolgt somit wieder langsamer, geregelter und wird automatisch fester. 

Tipp: Auch hier muss genügend Wasser nachgetrunken werden, um auch speziell den Wasserverlust bei Durchfall auszugleichen.

 

Sind Flohsamen oder Leinsamen als Arznei besser?

Aufgrund ihrer unterschiedlichen Quellgeschwindigkeit eignen sich die zügig quellenden indischen Flohsamen besser bei Durchfall, um überschüssiges Darmwasser schnell zu binden und den Stuhl zu festigen. 

Die langsamer und stetiger quellenden Arzneileinsamen erreichen pur eingenommen erst im Darm ihr maximales Volumen und aktivieren so optimal die Darmbewegung.

Häufige Fragen

Warum wirken Linusit® Flohsamen bei Verstopfung und bei Durchfall?
Gelstoffe wirken allgemein harmonisierend auf die Stuhlkonsistenz.
Zum Beispiel können Indische Flohsamen besonders schnell und stark aufquellen. Sie nehmen dadurch bei einem zu flüssigen Stuhl das überschüssige Wasser auf und bilden eine elastisches Gel. Der Darminhalt wird fester.
Hingegen bei Verstopfung  quellen die mit viel Wasser eingenommen Flohsamen ebenfalls gut auf. Die Darmwand wird durch diese Volumenzunahme gedehnt und die natürliche Darmbewegung wieder aktiviert. Darüber hinaus wird der Darminhalt durch die gequollenen Samen wieder weicher.
Was muss man bei der Einnahme von weiteren Medikamenten beachten?
Beachten Sie bei Einnahme der Arzneileinsamen und –flohsamen immer einen Abstand von mindestens 1/2 h zur Einnahme von weiteren Medikamenten.
Hintergrund hierzu ist, dass alle Gelstoffe (also auch bei Haferflocken oder Chia) durch ihre guten Bindungseigenschaften die Aufnahme einiger Stoffe in den Körperstoffwechsel verlangsamen oder reduzieren. Dies ist zwar zum Beispiel bei einfachen Zuckern oder für den Cholesterinspiegel von Vorteil, aber bei Medikamenten nicht erwünscht.
Warum werden Aluminiumfolien verwendet?
Um die Qualität der Leinsamen/Flohsamen lange aufrecht zu erhalten, werden die Samen unter einer Schutzatmosphäre abgepackt. Hierzu benötigt man eine Folie, die in hohem Maße gasdicht ist. Solch eine Gasdichtigkeit kann nur bei der Verwendung einer Aluminium-Verbundfolie gewährleistet werden. Die Aluminiumschicht der Verpackung hat allerdings keinen direkten Kontakt mit dem Produkt. Auf der produktzugewandten Seite befindet sich eine Polyethylen-Schicht, die auch das Versiegeln der Beutel ermöglicht. Darüber hinaus ist zu sagen, dass nur speziell feuchte, saure oder salzhaltige Stoffe bei einem direkten Kontakt Aluminium herauslösen könnten und es so in das Produkt übergehen könnte. Die von Natur aus weder sauren noch salzhaltigen und recht trockenen Linusit® Flohsamen und Linusit® GOLD Leinsamen wären somit auch bei einem direkten Kontakt kaum betroffen. Als Alternative könnten wir die Linusit® Darmaktiv Leinsamen oder Magenschutz Leinsamen empfehlen. Dies sind ebenfalls stark quellende Linusit® Leinsamen; jedoch sind sie in diesem Fall in Papiersachets oder Papier-Aufgussbeuteln abgepackt.