Heilsame Leinsamen

Aber auch als Heilmittel ist der Samen lange bekannt. Der Grund hierfür ist jedoch weniger das Öl sondern die besondere Gelbildung der Samen. So hat bereits ein Schüler von Aristoteles, Theophrastus (376 - 286 v. Chr.), die Verwendung von Leinsamenschleim zu medizinischen Zwecken beschrieben. In anderen historischen Quellen finden sich Aufzeichnungen zur Einnahme eines Leinsamentee-Aufgusses bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Auch Hildegard von Bingen setzte im 15. Jahrhundert Leinsamen-Gel intensiv zur äußerlichen Wundauflage ein.


„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und
eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein."
 

nach Hippokrates von Kos (460 - etwa 377 v. Chr.), griechischer Arzt

 

Heilanwendungen je nach Beschwerden

In der modernen Heilpflanzenkunde werden drei verschiedene Anwendungen der quellstarken Leinsamen beschrieben: 
pur mit Wasser eingenommen, vorgequollen und aufgekocht als Schleimzubereitung oder als eine Art „Tee"-Aufguss
zum Schutz vor Magensäure. 

Zur Aktivierung der Darmbewegung und bei Verstopfung wird der ganze Samen mit Wasser getrunken. Er quillt im Darm auf und regt hierdurch die Darmperistaltik an.

Für eine gereizte Darmschleimhaut empfiehlt es sich den Leinsamen mit Wasser im Verhältnis von ~1:20 über einige Stunden vorzuquellen und gegebenenfalls kurz aufzukochen. Der dicke Samenschleim schützt, reinigt und beruhigt den Darm.

Bei Schleimhautreizung in Speiseröhre oder Magen hilft dagegen am besten ein mit heißem Wasser übergossener Arzneileinsamen als eine Art „Tee"-Aufguss. Die gelösten feinen Gelstoffe bilden schlückchenweise getrunken eine Schutzschicht und schützen so vor Magensäure.

Produkte geeignet bei …

Verstopfung & träger Darm
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Reizdarm
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Linusit® wird geboren …

Auf der Suche nach ganz besonders heilsamen Leinsamen wurde gesammelt, geprüft, im Zuchtgarten getestet und sorgfältig miteinander gekreuzt. Vor über 60 Jahren konnten die Forscher so eine neue, stark quellenden Sorte präsentieren. Es wurde als pflanzliches Heilmittel angemeldet. Die goldenen Linusit® Arzneileinsamen waren geboren.

Viel wirksamer als normale Leinsamen

Das Besondere an den Linusit® Leinsamen ist neben ihrer gold-gelben Farbe und dem nussigen Geschmack der besonders hohe Gehalt an quellenden und Gel-bildenden Ballaststoffen aus der Samenschale. 

 

Ein Vergleich zeigt's:
Normale Lebensmittel-Leinsamen quellen auf das Doppelte ihres Volumens. Eine arzneiliche Wirkung wird erst ab etwa dem 2,5 fachen Volumen nachgewiesen. (Das entspricht der Quellzahl 4 nach Europäischem Arzneibuch.) Linusit® Arzneileinsamen können sogar auf das 3- bis 4-fache ihres Volumens aufquellen. 

Studiengeprüfte Wirkung gegen chronische Verstopfung und gegen Reizmagen 
(Quellen: Der Kassenarzt 1976; Der Praktische Arzt 1981; Fink Naturarznei Forschung 1993)

Fein aufgebrochen

Die Quellstoffe der Leinsamen sitzen nicht nur außen auf den Leinsamen sondern auch im Innern der Samenschale. Damit bei der Quellung das Wasser alle Quellstoffe erreicht, wird die Samenschale der Linusit® Leinsamen in einem speziellen Produktionsschritt fein angebrochen. So wird die Quellfähigkeit maximal ausgenutzt. Hierbei wird aber nicht der oxidationsempfindliche Öl-Kern verletzt. Deshalb bleiben die Linusit® Arzneileinsamen im Vergleich zu geschroteten Leinsamen wesentlich länger haltbar.

 

Leinsamen – „Superfood" mit Tradition

Leinsamen – soweit das Auge reicht!

Der Anbau erfolgt durch ausgewählte Vertragsbauern im sonnenreichen Klima in Ungarn und Kanada.  Nach der Ernte wird jede einzelne Charge getrocknet, belüftet und sorgfältig sortiert. Unsere Rückstandsüberprüfung und der Quelltests garantieren eine durchgängig hohe Arzneiqualität.

Häufige Fragen

Woher stammen die Leinsamen?
Die Linusit® Spezialleinsamen werden ausschließlich in Vertragsanbau bei langjährigen Partnern in Ungarn und Kanada angebaut. Dies gewährleistet eine sichere Versorgungslage und eine gentechnikfreie Ernte und Lieferung.
Sind gelbe Leinsamen besser?
Die Linusit® Spezialleinsamen haben von Natur aus eine goldene Samenfarbe. Die Färbung gibt allerdings keinen Hinweis auf spezielle Inhaltsstoffe oder Wirkung. Die starke Quellwirkung der Linusit® Arznei-Leinsamen liegt ausschließlich in der speziellen Züchtung begründet. Es gibt somit auch gelbe Leinsamen, die 'nur' ganz normal quellen.
Was unterscheidet Linusit® Leinsamen von normalen Leinsamen?
Für die Linusit® Arzneimittel werden spezielle Leinsamensorten eingesetzt, die auf besonders starke Quellung hin gezüchtet wurden. Sie unterliegen den sehr strengen Arzneimittel-Qualitätsanforderungen und werden somit wesentlich intensiver geprüft als Lebensmittel-Leinsamen. Dies garantiert neben der gesundheitlichen Unbedenklichkeit eine gleichbleibend hohe Quellfähigkeit und Wirkung. Darüber hinaus werden die Linusit® Leinsamen in einem besonderen Verarbeitungsschritt 'fein aufgebrochen' für eine optimale Quellfähigkeit.
Enthalten Leinsamen Blausäure?
In Leinsamen selbst ist keine Blausäure enthalten. Sie enthalten allerdings sogenannte cyanogene, also Blausäure bildende Glykoside als Schutz vor Fraßfeinden. Die wichtigsten Vertreter sind Linustatin und Neolinustatin. Linamarin, welches häufig genannt wird, kommt dagegen kaum vor. Erst wenn sich die cyanogenen Glycoside aus dem Keimling mit dem in der Samenschale enthaltenen Enzym treffen, kann es in wässriger Umgebung zu einer langsamen Blausäure-Freisetzung kommen. Wenn Sie die Leinsamen somit als ganzen Samen pur oder wie bei Linusit® fein angebrochen und vorgequollen einnehmen, sind Leinsamen völlig unbedenklich. Auch kurzes Kauen der Samen ist nicht schädlich. Die Magensäure zerstört das spaltende Enzym. Zudem entgiftet unser Leberenzym Rhodanase mögliche geringste Blausäure-Mengen, die dann mit dem Urin ausgeschieden werden. Die Unbedenklichkeit der Linusit®-Arzneimittel wurde in medizinischen Studien belegt.
Welches Produkt ist wann am besten?
Die Entscheidung, welches der Linusit® Produkte am besten geeignet ist, hängt von den jeweiligen Beschwerden oder dem Verwendungszweck ab. Bei Durchfall empfehlen sich am ehesten die Linusit® Flohsamen. Bei chronischer Verstopfung am besten die Linusit® GOLD oder Darmaktiv Leinsamen pur mit Wasser einnehmen. Bei Schleimhautreizungen im Magen empfiehlt es sich, über einige Tage Linusit® Magenschutz zu trinken. Bei Reizungen des Darms sind Schleimzubereitungen von Linusit® GOLD oder Darmaktiv Leinsamen optimal. Als Lieferant von Omega-3-Fettsäuren ist der gekeimte und anschließend vermahlene Leinaktiv Leinsamen perfekt. Zur Prävention für den Magen-Darm-Bereich können Linusit® Leinsamen wie auch Flohsamen in Müsli, Smoothies, Suppen oder als Backzutat verwendet werden.