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Linusit-Lexikon

Im Linusit-Lexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.
Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den Linusit Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Schuppenflechte


Die Schuppenflechte ist neben dem Ekzem die häufigste Hautkrankheit. In Europa erkranken etwa 1 - 2 % der Bevölkerung.
Sie ist gekennzeichnet durch scharf begrenzte, mit silberweißen Schuppen bedeckte, zuweilen juckende Herde verschiedener Größe und Gestalt. Besonders betroffen sind Ellbogen, Knie, Kreuzbeingegend und der behaarte Kopf. Häufig sind auch Finger- und Zehennägel befallen.
Es werden je nach Art und Schweregrad verschiedene Formen der Psoriasis unterschieden. Bei ca. 7 % der Psoriatiker kommt es auch zu einer krankhaften Gelenkveränderung (Psoriasis arthropathica).

Ursachen:

Über die Ursachen der Schuppenflechte ist wenig bekannt. Eine erbliche Belastung ist nachgewiesen. In der Haut kommt es zu einer Stoffwechselstörung, die zu einer unvollständigen Reifung der Hautzellen mit frühzeitiger Schuppenabstoßung führt. Ein angeborener Enzymmangel oder ein Defekt im Abwehrsystem werden als Auslöser diskutiert. Hinzu kommen innere und äußere Reize, die einen Psoriasisschub begünstigen können wie z.B. Infektionen, Allergien, Wärme, Druck, Impfungen, Stress, Alkohol, verschiedene Medikamente und vieles mehr.

Schuppenflechte und Neurodermitis scheinen sich gegenseitig auszuschließen! Unter 42461 Patienten, die seit 1955 an der Hautklinik Kiel behandelt wurden, waren nur 5, die gleichzeitig an Psoriasis und Neurodermitis litten.

Behandlung:

Wichtige Bestandteile der Therapie sind die innerliche und äußerliche Gabe von Medikamenten sowie die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Häufig führt auch ein Klimawechsel und Urlaub in südlichen Ländern zu einer erheblichen Linderung der Symptome.
Ernährungstherapie:
Empfohlen wird zusammen mit einer Therapie mit Fumarsäureestern eine Diät, die hauptsächlich alle Gewürze aus Samen und Früchte sowie Nüsse, Zitrusfrüchte und Alkohol ausschließt. Knollen, Wurzeln, Zwiebeln und Blätter werden in der Regel gut vertragen.
Die Wirksamkeit dieser und anderer bei Psoriasis empfohlener Diäten ist nicht erwiesen!

Fumarsäure:
Über den Stellenwert der Fumarsäure bei Psoriasiswird seit 1959 diskutiert. Verschiedene Studien deuten auf eine gewisse therapeutische Wirksamkeit hin.
Präparate auf der Basis von Fumarsäureestern und -salzen sind seit einigen Jahren zugelassen.


Ernährung:
Herausgestellt werden sollte die Bedeutung der Grunddiät zur Stärkung des Gesamtorganismus und zur positiven Beeinflussung des Stoffwechsels. Insbesondere die Ausschaltung einer Reihe von synthetischen Zusatzstoffen kann sich günstig auf den Zustand des Psoriatikers auswirken.
Im Rahmen der Diät nach Schäfer sind besonders einige Gewürzsalze zu empfehlen, die kein Pfeffer und Muskat enthalten!
In der Regel positiv wirken sich zudem unspezifische Reize aus, die z.B. durch Fastenkuren oder Schalttage (Grunddiät) gesetzt werden.

Über günstige Wirkungen von Vitamin D auf den Verlauf der Psoriasis wurde auf dem Vitamin-D-Kongress in Rancho Mirage, Kalifornien im Jahre 1988 berichtet.
Eingesetzt werden hauptsächlich künstliche Vitamin D-Abkömmlinge in Salbenform.

Freiverkäufliche Arzneimittel:
Die Psoriasis gehört zu den Krankheiten, zu denen im Bereich der freiverkäuflichen Arzneimittel keine Heilaussagen gemacht werden dürfen!

Adressen:

 



Literatur
  • Fülscher, U.: Diätetische Behandlung der Psoriasis unter besonderer Berücksichtigung der Ernährungsstrategie nach Schäfer; Diplomarbeit Gießen 1994
  • Weylo, A.; Schäfer, G.N.: Ernährung bei Psoriasis; Haug Verlag 1995
  • Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den Linusit Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.


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