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Linusit-Lexikon

Im Linusit-Lexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.
Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den Linusit Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Schisandra

Schisandra chinensis ist eine in Ostasien gebräuchliche Arzneipflanze, bei der vorwiegend die Früchte als traditionelles Arzneimittel zu Aufbau und Stärkung verwendet werden. Schisandra wurde bereits in der späten Han-Dynastie erwähnt und gilt als eines der besten tonisierenden Kräuter Chinas.

Botanik und synonyme Begriffe:

Mit Schisandra bezeichnet man die Gattung der Spaltkörbchen (Beerentrauben). Diese gehören in der botanischen Systematik zur Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Zu den Spaltkörbchen (Schisandra) zählen rund 30 Arten, von denen die meisten aus Asien stammen.

Bekanntester Vertreter der Gattung ist die aus China stammende Heilpflanze Chinesisches Spaltkörbchen (Schisandra sinensis), auch andere Arten werden arzneilich genutzt.

Synonyme für die Früchte sind Wuweizi, Schisandra chinensis- oder Schisandra sphenanthera-Früchte, Northern magnoliavine fruit oder chinesische Limonenfrüchte.

Verwendete Pflanzenteile:

Fructus Schisandrae. Magnolia vine fruit. Gomishi – die reife Frucht der wilden Pflanzen die Früchte gelten in China als Mittel gegen Erkältungskrankheiten und als Kräftigungsmittel.

Semen Schisandrae – Die reifen vom Perikarp befreiten Samen der wilden Pflanzen – als Stimulans bei Müdigkeit, Atemnot und Muskelschmerzen.

Folia Schisandrae – Die Blätter Stimulans bei Depressionen und lang dauernden physischen Anstrengungen. Der Extrakt auch als Genussmittel.

In der chinesischen und japanischen Pharmakopoe (Arzneibuch) sind die Früchte als Arzneimittel monographiert. Das chinesischen Arzneibuch erfasst die getrockneten, reifen Früchte von zwei botanischen Arten (Schisandra chinensis und Schisandra sphenanthera) unter einer gemeinsamen Bezeichnung (Wuweizi)

Schisandra in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM):

Da Schisandrafrüchte die 5 Geschmacksrichtungen (Wu = fünf) süßsauer, aber auch salzig, bitter und scharf abdecken, wirkt die Droge auf alle 5 der in der Philosophie der TCM so genannten Wandlungsphasen. Sie erfüllt dadurch in der TCM ein breites “Wirkspektrum“ und gilt somit als universelles Stärkungsmittel ähnlich dem Ginseng.
Spezielle TCM-Indikationen sind Gedächtnisschwäche, “Qi-Auffüllen“, Schlaflosigkeit. Diese Anwendungsgebiete sind nur im Kontext der TCM-Lehre verständlich.

Schisandra in der naturwissenschaftlichen Betrachtung:

In wissenschaftlichen Studien am Menschen gibt es zur Zeit keine Evidenz basierten Indikationen für Zubereitungen aus Schisandra-Früchten.

Als gesichert gilt die antioxidative, radikalfangende Wirkung. Als Wirkstoff gilt das Lignan Schisandrin B. Dieses wirkt physiologisch besonders im Sinne eines Leberschutzeffektes und gilt sowohl für die Einzeldroge als auch für Drogenmischungen wie Shengmaisan aus.

Die möglicherweise auf den antioxidativen Effekte beruhenden weiteren Indikationen – Verhinderung oder Verringerung einer Schädigung von Muskelzellen, Beeinflussung der Zellteilung, krebshemmende sowie neurologische Effekte – sind möglicherweise auch reproduzierbar, aber weniger gut belegt als der Leberschutz.

Für die zahlreichen in der Laienpresse genannten weiteren Indikationen, gibt es keine naturwissenschaftlich belegten Hinweise.

Welche Aufbereitungsform und welche Dosierung hier optimal sind, ist aus den vorliegenden Daten nicht ableitbar.




Literatur
  • Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis, 5. Aufl. 1994,
    Band 6, S. 646.
  • Klauck, D.: Schisandrafrüchte (Wuweizi); Pharmazeutische Zeitung online

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