Linusit-Lexikon
Im Linusit-Lexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den Linusit Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.
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Homocystein
Erhöhte Homocysteinwerte im Blutserum werden nach neuen Erkenntnissen als bedeutender Risikofaktor für das Auftreten von arteriosklerotischen Blutgefäßveränderungen angesehen. Homocystein entsteht im Stoffwechsel aus der schwefelhaltigen Aminosäure Methionin.
Wirkungen des Homocystein:
Die vom Homocystein ausgehende Infarktgefahr wurde in einer Studie an - zu Studienbeginn gesunden - amerikanischen Ärzten deutlich erkannt. Unabhängig von Alter, Blutdruck und Cholesterinspiegel fand sich ein rund dreieinhalbfach höheres Risiko in einem 5-Jahres-Zeitraum, einen Herzinfarkt zu erleiden, wenn die Homocysteinwerte im Serum erhöht waren.
Homocystein führt zur Oxidation von LDL-Cholesterin sowie zur Verdickung der Blutgefäßwände (Muskelzellproliferation).
Insgesamt haben etwa 30 % der Erwachsenen in den USA sehr hohe Homocysteinspiegel im Serum. Die Zahlen in der BRD sind vermutlich ganz ähnlich.
Vorbeugende und therapeutische Maßnahmen:
Erhöhte Homocysteinwerte entstehen infolge einer mangelnden Versorgung mit verschiedenen B-Vitaminen, insbesondere den Vitaminen B6, B12 und Folsäure. Eine vermehrte Zufuhr dieser Vitamine sowie die Gabe von Cholin (Bestandteil von Sojalecithin) führen zu einer Senkung der Homocysteinspiegels.
Literatur
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