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Linusit-Lexikon

Im Linusit-Lexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.
Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den Linusit Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Blei


Blei (Pb) gehört zu den weltweit verbreiteten Schwermetallen. Dieses blau-graue, weiche Metall hat ein Atomgewicht von 207,19.

Blei im menschlichen Organismus:

Mit dem Blut wird das aufgenommene Blei im Körper verteilt. Die wesentlichen Ablagerungsstätten sind die Knochen mit einem Anteil von 90 % sowie das weiche Gewebe (unter anderem das Gehirn). Ist das Blei erst einmal an Stelle von Calcium in den Knochen eingebaut worden, so wird es mit einer biologischen Halbwertzeit von 20 bis 30 Jahren nur langsam wieder ausgeschieden. Blei wirkt sich negativ aus auf:

Bleizufuhr:

Blei gelangt zu fast 90 % mit der Nahrung und zu 10 % mit dem Wasser in den Organismus. Die Aufnahme über die Atemluft ist gering. Bei einer durchschnittlichen Luftbelastung werden ungefähr ein Mikrogramm/Tag durch die Lungen aufgenommen. Verteilt man die Zufuhr auf Nahrungsmittelgruppen, ist es mit etwa 15 % in tierischen, mit etwa 85 % in pflanzlichen Produkten enthalten. Aus der Nahrung nimmt ein Erwachsener ca. 400 µg/Tag auf. Neben der Nahrung kann ein wesentlicher Teil der täglich aufgenommenen Bleidosis aus dem Trinkwasser stammen, sofern es durch Bleileitungen geflossen ist.
Bleigehalte von Lebensmitteln sind abhänig von der Lage des Anbaugebietes. Obst und Gemüse, das in der Nähe von Industrieansiedlungen angepflanzt wird, weist in der Regel höhere Bleigehalte auf als solches, das in Gebieten mit wenig Umweltbelastung durch Industrieansiedlung angebaut wird.

Grenzwert für Blei:

Trinkwasser: 40 µg/l
Quelle: Trinkwasserverordnung

Untersuchungen zeigen, dass es vor allem im Trinkwasser, wenn es längere Zeit in einer Bleileitung gestanden hat, zu Bleikonzentrationen kommen kann, die um ein Vielfaches den Grenzwert der Trinkwasserverordnung überschreiten.

Bewertung und Empfehlungen:

Die amerikanische Umweltbehörde EPA verweist darauf, dass vom Blei größere Gefahren ausgehen, als bis jetzt erkannt wurde. Ein ADI-Wert (=acceptable daily intake = täglich aufgenommene zu tolerierende Menge eines Stoffes) kann nicht festgelegt werden. Daher ist eine möglichst niedrige Bleibelastung anzustreben.

Empfehlungen zur Bleiverminderung:



Literatur
  • Kampe, W.: Blei und Cadmium in der Nahrung; AID- Verbraucherdienst 28 (1983) Heft 4, S.75-78.
  • Maraun, W.: Das Gefährdungspotential des Bleis ist größer als einst vermutet; Frankfurter Rundschau, 17.01.87.
  • Schlipköter, H-W.: Gesundheitliche Gefährdung durch Blei und Cadmium; Ernährungsumschau 34 (1987), Heft 12.

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